17./18. September 2016

Am Samstagmorgen machten sich die zehn motivierten Turnfahrt-Teilnehmerinnen vom Damenturnverein Oberurnen auf die Reise nach Luzern. Kaum in Luzern angekommen, konnten die Turnerinnen ihr Gepäck in der Unterkunft verstauen und ihre eigens für diesen Anlass beschrifteten Turnfahrt-„Säckli“ füllen.

Schon ging es, nach dem obligaten Kappelbrücke-Foto – erstellt von zwei versierten Touristen – weiter zu unserem nächsten Ziel: den „Adventure Rooms“ in Emmenbrücke. Zwei Teams duellierten einander und konnten sich mit einigem Erfolg aus den jeweiligen Räumen befreien – was, so sagte uns die Instruktorin, ⅔ der Besucher nicht gelingt. Stolz schritten wir also zum wohlverdienten Mittagessen, auf welches ein Ausflug zum Löwendenkmal und in den Gletschergarten folgte. Viel Wissenswertes erwartete uns in der Ausstellung und auch das Spiegellabyrinth stellte die ein oder andere Turnerin vor eine ziemliche Herausforderung. Ein „Kaffipäusli“ später gab es eine kurze Luzerner Stadttour – vorbereitet und geleitet von unserem „Tourguide“ Viktoria, die sich eigens für diesen Teil etwas genauer über die Kappelbrücke und weitere Eckdaten Luzerns informiert hatte. Nach dem Abendessen, welches wir in einem italienischen Restaurant mit Blick auf die Kappelbrücke geniessen durften, erwartete uns eine Bartour der etwas anderen Art: gar nicht so einfach, in Luzern am späten Abend noch eine Sitzgelegenheit für zehn Turnerinnen zu finden! Am Sonntag führten uns unsere Organisatorinnen erneut zum Bahnhof. Diesmal trug unser Ziel den Namen „Root D4“. Was mochte es hier wohl geben? Wenige Meter neben dem Bahnhof erwartete uns in der Firma „Aeschbach Chocolatier“ die „ChocoWelt“, die hält, was der Name verspricht. Auf einem individuellen Rundgang lernten wir einiges über die Schokoladenherstellung von der Kakaofrucht zum fertigen Produkt. Hie und da gab es natürlich eine kleine Kostprobe und auch der „Schoggibrunnen“ durfte nicht fehlen. Zum krönenden Abschluss durfte jede Turnerin noch ihre eigene Schoggitafel dekorieren – hier waren der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Glücklich und satt trafen die Turnerinnen dann am frühen Nachmittag zurück im Glarnerland ein. Ein herzlicher Dank gebührt den Organisatorinnen Viktoria und Aline!

Jasmin Siemon


 

Mädchenriege und Damenturnverein am Stafettenabend

Am Freitag, 2. September, machte sich – wie jedes Jahr – zunächst die Oberurner Jugend auf zum Stafettenabend. Dieser fand ungewohnter Weise in Filzbach statt, was das ein oder andere Mädchen während der Fahrt etwas irritierte und zu Fragen wie „Wo ist denn Filzbach genau?“ oder „Ist Filzbach ganz oben auf dem Berg?“ veranlasste.

 Erst einmal oben angekommen, schien es den Mädchen in Filzbach aber gut zu gefallen. Auch die Durchführung des Stafettenabends wurde souverän wie immer von den Veranstaltern gemeistert. Kaum auf der Anlage angekommen, hiess es auch schon Aufwärmen und ein letztes Mal die Stabübergabe proben. Alles verlief ohne Zwischenfälle und dennoch nahm die Nervosität zu. Die jüngeren Mädchen stellten eine Staffel in der Kategorie 6 x 40m x 2 und konnten sich mit einer guten Zeit von 1:39:06 und ohne Übergabefehler oder anderweitige Malheure für den 11. von 18 Plätzen klassieren. Die älteren Mädchen stellten ebenfalls eine Staffel in der Kategorie 5 x 80m und erreichten mit einer Zeit von 1:06:64 und ebenfalls ohne Übergabefehler den 9. von insgesamt 12 Rängen. Auch der Damenturnverein trat am diesjährigen Stafettenabend in der Pendelstafette über 80 Meter an. Leider reichte es hier nur für den letzten Rang – dafür waren auch hier keine Übergabefehler zu verzeichnen.

Jasmin Siemon


 

Wetterfeste Turnerinnen am Berner Kantonalturnfest in Thun

25./26.06.2016

Am vergangenen Wochenende vom 25./26. Juni zog es die Oberurner Turnerinnen nach Thun ans Berner Kantonalturnfest. Morgenstund hat Gold im Mund? Naja, da waren sich die Turnerinnen nicht so ganz einig, als sie sich um 5.30 Uhr in Oberurnen gemeinsam auf den Weg machten.

Um 6.00 Uhr wurde die erste Wegstrecke – Ziegelbrücke-Zürich – in Angriff genommen. In Zürich konnten dann letzte Besorgungen vorgenommen und der nächste Zug, in Richtung Thun, bestiegen werden. Da auf dem Wettkampfplatz kaum Zeit blieb, wurden die Gymnastikdressli bereits im Zug montiert und fleissig diverse Wetter-Apps konsultiert. Am Ende sollte unsere Wochenend-Wetterfee, Corinne Schnyder (alias Bucheli), Recht behalten: Heftige Regenschauer während des Weitsprungs und später tendenziell Nieselregen mit vereinzeltem Platzregen – wenig sonnige Aussichten. Kaum in Thun angekommen wurde der Zeltplatz entsprechend markiert und die Gymnastinnen machten sich ans Einwärmen. Aufgrund eines verletzungsbedingten Ausfalls traten sie den Wettkampf in reduzierter Zahl und veränderter Formation an. Eine weitere Gymnastin war verletzt, konnte aber dennoch am Wettkampf teilnehmen. Einige Schliffe am Programm und der Ausführung forderten den Gymnastinnen viel Konzentration ab. Schlussendlich konnte die Gymnastik aber mit viel Freude und ohne grobe Patzer dem Publikum präsentiert werden und erhielt die tolle Note von 8.31. Weiter ging es mit der Pendelstafette auf Asphalt. Die sechs startenden Turnerinnen konnten mit der Note von 8.88 einen neuen Vereinsrekord in dieser Disziplin erreichen. Leider verletzte sich bei der Stafette eine unserer besonders begabten Weitspringerinnen und konnte den folgenden Wettkampf nicht mehr bestreiten. In Kombination mit den – wie von Corinne prognostizierten – starken Regenschauern und der Verletzung einer weiteren Weitspringerin bereits im Vorfeld ergab sich im Weitsprung in der Folge nur noch eine Note von 7.09 – rund 0.9 Punkte weniger als am Verbandsturntag. In den anderen Disziplinen konnten dafür durchgehend Steigerungen verzeichnet werden. Gesamthaft resultierte im 3-teiligen Wettkampf die Punktzahl 24.28 und der 45. Platz von 93 startenden Vereinen in der entsprechenden Stärkeklasse: Eine Rangierung in der vorderen Hälfte war auf jeden Fall zu feiern und so liessen es sich die meisten Turnerinnen nicht nehmen, trotz bescheidener Wetterlage das Turnfest in vollen Zügen zu geniessen. Einige entschlossen sich, das Turnfest bereits am Samstag Abend ausklingen zu lassen. Die wetterfesteren und weniger angeschlagenen räumten am frühen Sonntagmorgen den Zeltplatz und waren bereits zur Mittagsstunde müde, aber zufrieden, zurück im Glarnerland.

Jasmin Siemon